Schmetterlingskinder  Mosbach e.V.

 

 

Neue Vorstand – neuer Name – alte Aufgabe
 
 
 
 
 
 
Bei den „
Schmetterlingskinder Mosbach e. V.“
, der Eltern die
Möglichkeit bietet ihr totes Kind bei einer ökumenischen Trauerfeier in
einem eigenen Grabfeld würdevoll beizusetzen,
änderte sich nicht nur
der
Name. Der Verein hat auch ein neues Vorstandsteam. Die
Mitgliederversammlung wählte Claudia Ernst, eine selbstbetroffen
Mutter, zur Vorsitzenden. Jeannette Kluibert-Kipp ist nun
stellvertretende Vorsitzende. Zum Team gehören auch Christoph Jüttner,
Alexandra Stadler und Janina Wehne. Über weitere Helfer würde sich
der Verein, wie man aus dem Vorstand hört, freuen. Das Ziel ihrer Arbeit
beschreibt Claudia Ernst so: „Es gilt, aktiv etwas zu tun, mit Händen zu
greifen, dass das Begreifen auch irgendwann mal im Kopf ankommt.“ Es
gebe so viele Möglichkeiten, bei denen die Eltern selbst aktiv sein
können: Bemalen des Sarges, Sargbeigaben basteln, malen, schreiben,
fotografieren, den Ablauf der Trauerfeier gestalten.
 
 
2005
als „Initiative Schmetterling Mosbach“
gegründet
Der Verein wurde 2005 als „Initiative Schmetterling Mosbach“ gegründet. Es gab
keine Möglichkeit, Kinder, deren Körpergewicht unter fünfhundert Gramm lag,
würdevoll beizusetzen. Die Kinder wurden, wie Abfälle von Operationen
verbrannt. Die Beisetzung der Schmetterlingskinder wurde nun zwei Mal im Jahr
organisiert. Jetzt werden Eltern, deren Kind durch Fehl-, Früh- oder Totgeburt
stirbt, im Krankenhaus Mosbach über die Möglichkeiten der Bestattung informiert.
Entweder die Eltern veranlassen die Beerdigung selbst oder ihr Kind wird bei
einer Beerdigung mit anderen Kindern im Grabfeld der Schmetterlingskinder
beigesetzt.
Der Verein kümmert sich nicht nur um die Beerdigungen, sondern
bietet Einzelgespräche und Gesprächsgruppen für Betroffene, unterstützt Eltern,
die ihr Kind selbst zu beerdigen von der Überführung bis zur Beisetzung. Zum
Weltgedenktag der verstorbenen Kinder im Advent wird ein Gedenkgottesdienst
gefeiert.

           

Die „Schmetterlingskinder“ sind ein anerkannt gemeinnütziger Verein, finanziert
durch Mitgliedsbeiträge und Spende. Sämtliche Einnahmen, betont
Jeannette
Kluibert-Kipp,
kommen der Arbeit zugute. Weitere Informationen unter:
www.schmetterlingskinder-mosbach.de.

                        

 

 

 

 

Wir sind stets bemüht, uns fortzubilden, um die Eltern und Familien der Schmetterlingskinder noch besser unterstützen zu können.-

Jetzt freuen wir uns, dass Claudia die Ausbildung zur Begleitung von Sterbenden nach dem Celler-Modell beim Erwachsenen-Hospiz Mosbach absolviert hat ! Gratulation !!!!


Ihr wundert Euch vielleicht, dass Claudia den Kurs zur Hospizbegleiterin macht, wo wir doch ein anderes Thema haben ?
In der Hospizbegleitung geht es um Achtsamkeit, Respekt, Zuhören können, Da-Sein, aber auch Auf-sich-selbst-achten.
Jetzt dürfte klar sein, dass diese Ausbildung ein Fundament für unsere Arbeit ist.

 

 

 

 

 

Schüler der Gewerbeschule Mosbach gestalten Kindersärge

15.07.2014

Es ist zwar nix Neues, dass die Schüler der Gewerbeschule Särge farbig gestalten, die sie von der Intitiative Schmetterling gestellt bekommen. Aber es ist immer wieder neu, was dabei heraus kommt: Hier seht Ihr Mona Schmitt, die sich in diesem Schuljahr dem Thema stellte und dabei sehr kreativ vorgegangen ist.

 

Mona hat nicht nur mit normaler Farbe gearbeitet, sondern auch mit Pastellkreide. Das Ergebnis ist ein sehr liebevoll gestalteter Sarg, den die Initiative Schmetterling nun bevorratet, um ihn Eltern für die Beerdigung ihres Kindes zur Verfügung zu stellen. Betreut werden die Schüler von Horst Kern und Christoph Jüttner. Auch im nächsten Jahr soll für die Schüler die Möglichkeit bestehen, sich mit dem Thema "Tod und Trauer" durch die individuelle Gestaltung von Särgen auseinander setzen zu können.

 

 

 

 

 Spende der Mitarbeiter der Firma MPDV

26.05.2014

 

 

Mit großer Freude nahmen am 26. Mai 2014 Patricia Spitzer und Claudia Ernst, die Vorsitzenden
der Initiative Schmetterling Mosbach e.V.,   die Spende der Mitarbeiter der Firma MPDV in
Mosbach entgegen. Überreicht wurde diese Spende durch Herrn Sascha Götz. Die Firma MPDV
hat sich auf die Fahne geschrieben, dass die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen
ihrer Kunden ihr Denken und Handeln bestimmt. Darüber hinaus sind sich die MPDV und deren Mitarbeitern  ihrer sozialen Verantwortung bewusst.  So haben die Mitarbeiter von MPDV Geld gesammelt um Soziale Einrichtungen, Vereine und Initiativen, welche Gutes tun, zu unterstützen. Die Spende über 500 Euro wird der Initiative Schmetterling Mosbach e.V. helfen, weiterhin die würdevolle Beisetzung von fehlgeborenen Kindern auf den Friedhöfen Mosbach und Aglasterhausen durchzuführen, Eltern zu unterstützen, ihre Kinder individuell beizusetzen, Trauerbegleitungen zu ermöglichen, Gesprächsgruppen anzubieten und Öffentlichkeitsarbeit zu diesem Thema zu leisten.

 

 

 

Preisübergabe der Bürgerstiftung Mosbach

Zum 4. Mal wurde die Preisübergabe 10 Jahre - 10 Projekte übergeben.

Zum 4. Mal fand im Rahmen des 10-jährigen Geburtstags der Bürgerstiftung der Region Mosbach die Preisübergabe für zwei förderungswürdige Projekte statt, die in ihrem Wirken nicht nur die schönen, sondern auch die Schattenseiten des Lebens begleiten. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Klaus Saffenreuther begrüßte die beiden Vorsitzenden der Initiative Schmetterlings e.V, Frau Patricia Spitzer sowie Frau Claudia Ernst und die Geschäftsführerin der ev. Sozialstation Frau Olga Arnold sowie die stellvertr. Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes Frau Birgit Schmidt. Die Initiative Schmetterlings e.V. wurde im Herbst 2005 von Frau Spitzer, Frau Ernst und Evi Reinhardt gegründet aus der Notwendigkeit heraus, dass es bisdahin in Mosbach nicht möglich war, verstorbene Föten und Kinder deren Körpergewicht unter 500 g lagen, würdevoll beizusetzen. Der Verein bietet nun Eltern, im Rahmen einer ökumenischen Trauerfeier die Möglichkeit, ihre Kinder auf dem Grabfeld der Schmetterlingskinder beizusetzen. Die Bestattung der Kinder wird zwei Mal im Jahr organisiert und durchgeführt. Aber nicht nur die Organisation der Bestattungen, in erster Linie auch die Einzel- oder Gruppengespräche für betroffene Eltern, sind Bestandteil der ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit der Helferinnen und Helfer, bei dem sehr viel Einfühlungsvermögen Voraussetzung ist. Die zweiten Preisträger operieren auf einem ähnlich sensiblen Gebiet. Der ambulante Hospizdienst ermöglicht es, unheilbar erkrankten Menschen in Würde zu Hause sterben zu können. Sie begleiten die Sterbenden auf ihrem letzten Weg und geben den Familienangehörigen Halt und Unterstützung, nicht nur während der Sterbebegleitung, sondern auch durch die Zeit der Trauerbewältigung. Das erfordert eine unglaubliche psychische Belastbarkeit und ein ebenso großes Maß an Empathie. Das tägliche Wirken der ehrenamtlich Tätigen ist kaum höher einzuordnen. Diese überaus schwierige Arbeit der beiden Institutionen ist es der Bürgerstiftung der Region Mosbach Wert, einen Scheck von je 2.000,-- Euro an die Preisträger zu übergeben. Diese bedankten sich für die großzügige Spende und im Anschluss hatten die Anwesenden die Möglichkeit, sich bei einem Umtrunk auszutauschen.

Artikel war in der RNZ am 27.01.13, ich bekomme es nicht besser hin... 

 

 

Wir haben mit der Gewerbeschule Mosbach ein aktuelles Projekt:

Den Schülern wurde angeboten, dass Sie einen Baby-/Kindersarg gestalten dürfen. Einige Schüler haben sich sofort bereit erklärt, mitzumachen und es entstehen sehr schön gestaltete Särge. Schauen Sie selbst:

 

 

 

 

Ist das nicht ohne Worte ? Diese jungen Menschen beschäftigen sich damit, wie sie einen Sarg gestalten.-
Unseren Respekt, dass die jungen Menschen sich so mutig auseinandersetzen mit einem Thema, das wir alle
gerne  meiden.
Diese Särge halten wir dann zur Verfügung für Familien, die ihr Kind beerdigen müssen. Und während des Projektes passierte es schon zwei Mal, dass wir einen Sarg aus der Schule holten, weil wir ihn brauchten.